Kalenderblatt dw.com
Viktor Stepanowitsch Tschernomyrdin 1938: Viktor Stepanowitsch Tschernomyrdin Lew Sinowjewitsch Kopelew 1912: Lew Sinowjewitsch Kopelew
Victor Vasarély 1908: Victor Vasarély Erich von Ludendorff 1865: Erich von Ludendorff
Helene Lange 1848: Helene Lange Charles Baudelaire 1821: Charles Baudelaire
Elias Lönnrot 1802: Elias Lönnrot
9.4.1938: Viktor Stepanowitsch Tschernomyrdin
Russischer Politiker. Der Ingenieur Viktor Tschernomyrdin war 1961 der KPdSU beigetreten und übernahm seit 1967 zunächst führende Funktionen in der Energiewirtschaft. Von 1985 bis 1989 Minister für Gasindustrie, war Tschernomyrdin nach dem Zusammenbruch der UdSSR von Mai bis Dezember 1992 in der russischen Regierung als stellvertretender Ministerpräsident wieder für die Energiewirtschaft zuständig. Unter dem Druck der Reformgegner im Volksdeputiertenkongress ernannte ihn Präsident Boris Jelzin im Dezember 1992 zum Ministerpräsidenten. Mit der Entlassung der Regierung am 23.3.1998 verlor Tschernomyrdin sein Amt. Während des Kosovo-Krieges war er als Jugoslawienvermittler von Präsident Jelzin eingesetzt. 1999 wurde er mit der Vorbereitung der Parlamentswahlen im Herbst 1999 und der Präsidentschaftswahlen 2000 beauftragt.
www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laender...
Die Seiten des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland mit Informationen zur Russischen Föderation.
rhein-zeitung.de/on/98/09/04/topnews/tsc...
Ein Artikel der "Rhein-Zeitung" von 1998 zu Tschernomyrdins Plänen zur "Wirtschaftsdiktatur".
9.4.1912: Lew Sinowjewitsch Kopelew (†18.6.1997)
Russischer Schriftsteller und Germanist. Lew Kopelew studierte von 1933 bis 1935 in Charkow und Moskau Germanistik, Philosophie, Literatur und Geschichte. 1941 trat Kopelew freiwillig in die Rote Armee ein. Als Major Kopelew 1945 versuchte, Ausschreitungen der Sowjetarmee in Ostpreußen zu verhindern, wurde er wegen "bürgerlich-humanistischer Propaganda des Mitleids mit dem Feind" unter Anklage gestellt. Zehn Jahre war er in Zwangslagern interniert. Seit 1956 rehabilitiert, setzte sich Kopelew 1966 für Dissidenten und Regimekritiker wie Alexander Solschenizyn ein. Dafür wurde er erneut aus der Partei ausgeschlossen und erhielt Schreibverbot. 1980 durfte er in die Bundesrepublik Deutschland ausreisen. Kopelew forschte u.a. zum Deutschlandbild in der russischen und zum Russlandbild in der deutschen Literatur. 1990 wurde der Dissident von Michail Gorbatschow rehabilitiert.
www.kopelew-forum.de...
Homepage des Lew-Kopelew-Forums.
(Deutsch, Englisch, Russisch, Polnisch)
9.4.1908: Victor Vasarély (†15.3.1997)
Ungarisch-französischer Maler. Der Künstler war als Viktor Vasaréli im ungarischen Pécs geboren worden. Vasarély formulierte 1951 die Prinzipien der Op-Art bzw. der Farbkinetik. Diese Kunstrichtung zielt auf die visuelle Wahrnehmung und die optische Täuschung beim Betrachter. Grundlage sind geometrische Formmuster und Farbabläufe, die im menschlichen Auge Bewegungs- und Flimmereffekte auslösen. Nachhaltig beeinflusste die Op-Art die angewandten Künste und die Werbegrafik. Vasarélys Arbeiten beruhten auf mathematischen Berechnungen. Zunächst war der Maler im Stil des Bauhauses geschult worden. Seine frühen Werke aus den Jahren 1929 bis 1939 waren von starken Schwarz-Weiß-Kontrasten geprägt. Später entwickelte Vasarély seinen eigentümlichen Stil, der mit den Formen der Geometrie und Farbnuancierungen die Täuschung des menschlichen Auges ausnutzt, um verbüffende räumliche Effekte und Wahrnehmungen beim Betrachter auszulösen. Viele der Werke des gebürtigen Ungarn sind in eigenen Vasarély-Museen in Budapest und Pécs zu bewundern.
www.masterworksfineart.com/inventory/vas...
Victor Vasarély bei "Masterworks Fine Art"
9.4.1865: Erich von Ludendorff (†20.12.1937)
Deutscher General. Die Siege von Lüttich und Tannenberg hatten Erich von Ludendorff zum gefeierten Kriegshelden gemacht. Zusammen mit Paul von Hindenburg übernahm er von 1916 bis 1918 die Oberste Heeresleitung. Im Frieden von Bresk-Litowsk mit Russland setzte er die Kriegszielforderungen des Militärs durch. Innenpolitisch engagierte sich von Ludendorff gegen soziale und politische Reformen. Nach dem Ersten Weltkrieg war er ein erklärter Gegner der Weimarer Republik. Mit seiner "Dolchstoßlegende", die die scheinbar fehlende Unterstützung der "Heimatfront" als Hauptursache für die Kriegsniederlage 1918 suggerierte, stieß vielmehr von Ludendorff der jungen Republik den Dolch in den Rücken, als die Heimatfront jemals dem deutschen Heer. 1923 putschte er mit Hitler erfolglos in München. Von Ludendorff scheiterte ebenso 1925 als Kandidat der NSDAP für das Amt des Reichspräsidenten. Erich von Ludendorff verkörperte den technokratischen, zutiefst amoralischen Militär, der für seine militärischen und politischen Ziele über die Leichen tausender und abertausender Soldaten zu gehen bereit war. Der Schriftsteller Arnold Zweig beschrieb von Ludendorff in der literarischen Figur des General Schieffenzahn in seinem Erster-Weltkriegs-Klassiker "Der Streit um den Sergeanten Grischa".
www.dhm.de/lemo/html/biografien/Ludendor...
Tabellarische Biografie des Generals.
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Zitat des Tages
Die Männer, die mit den Frauen am besten auskommen, sind dieselben, die wissen, wie man ohne sie auskommt.
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